Instagram Story

Instagram Story

Offensichtlich liebt unsere Gesellschaft gute Wettkämpfe.
Muhammad Ali vs. George Foreman (“Rumble in the jungle”), FC Barcelona vs. Real Madrid (el clasico) oder seit Neuestem aus dem Silicon Valley; Instagram vs. Snapchat.
Explizit: es geht um die “Story” Funktion in den jeweiligen Diensten. Der Nutzer kann seinen eigenen Channel mit neuen Inhalten befüllen, welche 24 Stunden für alle zugänglich sind und anschliessend verschwinden. Der Story Kanal kann auf vielfältige Weise genutzt werden: visuelles Tagebuch, Making of, Product Placements, Promotion, etc.

@touchpoints_ch

Snapchat war lange Zeit der ungeschlagene Champion im Story-Ring. Jedoch stieg 2016 Instagram in den Kampf ein. Die Lancierung der Story Funktion in der Instagram App hat die Social Media Umgebung in Wallung gebracht.
Es geht nicht darum, welches die bessere App ist. Instagram mit Snapchat zu vergleichen, ist wie der Vergleich zwischen Äpfel und Birnen. Sie haben beide verschiedene Features in der Story Funktion. Und die Zielgruppen beider Apps, könnten nicht verschiedener sein.

Wie können Unternehmen die Story Funktion auf Instagram zu ihrem eigenen Vorteil nutzen? Als Erstes wandelt man das reguläre Profil in eine Unternehmensseite um. Danach kann man eigens auf seine Instagram Statistiken zurückgreifen (natürlich gibt es genauere Monitoring Tools) und so laufend sein Posting darauf abstimmen.
Instagram wird im Business Bereich sehr produktbezogen angewendet. Der Feed ist gefüllt mit ansprechendem, visuellem Inhalt – alles mit dem Zweck, dass die User ein Begehren für die Produkte des Unternehmens entwickeln und diese danach erwerben. Somit ist eine neue Werbeplattform entstanden. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Dank Geotags, Stickern und Stiften, kann die Story dementsprechend geschmückt werden.

Instagram Story von @freepeople
Instagram Feed von @freepeople

Die “Story” soll als Ergänzung zum Feed verwendet werden. Eine Strategie muss also entwickelt werden: wie und was sollte in dieser 24-stündigen Slideshow gepostet werden. Ist der Inhalt relevant, informativ und ruft die Follower zu Interaktionen auf? Das Engagement von Usern (=potentielle Kunden) kann miteinbezogen werden. Schlussendlich geht es darum mit den Abonennten zu kommunizieren und dies geschieht am besten auf der gleichen Ebene.
Seit neuestem kann man auch andere User/Profile in den Stories erwähnen (sprich “taggen”) und gelangt somit auch auf die erwähnten Profile – ein interessanter Aspekt beim Influencer Marketing.
Eines der Stichworte, welches ganz gross geschrieben werden sollte ist sicherlich: Regelmässigkeit. Ja Regelmässigkeit, nicht Übermässigkeit. Man will die User schliesslich nicht aufgrund einer Reizüberflutung verlieren. Vor allem, wenn die Story Inhalte nicht mit dem Bilder Feed oder dem Brand übereinstimmen.
Dank weiteren Funktionen wie “Boomerang” (Erstellung von eigenen .gifs) und “Hyperlapse” (Zeitraffervideo), kann man etwas Schwung und Abwechslung in seine Stories einbringen.

Instagram, Hyperlapse, Boomerang, Layout

 Mit dieser Funktion hat Instagram den Firmen somit ein weiteres, solides Marketing Werkzeug geliefert. Aktuell sorgt nur die genaue Messung der Stories noch für Schwierigkeiten, doch auch dies wird sicherlich bald erfasst werden können und somit analysierbar sein.

-Anh Nguyen

5 vor 12 – Totalrevision des Datenschutzgesetzes in der CH (2018)

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Mit der Vernehmlassung zur Totalrevision des Datenschutzgesetzes auf Anfang 2018 kommen einige Neuerungen und damit Kosten auf die Firmen in der Schweiz zu, denn die Generierung und Verwendung von Kundendaten wird erst einmal teurer.

Unsere Empfehlung: Sammeln Sie fehlende Kundendaten noch vor diesem Datum bzw. holen sie sich notwendige OPT-INs für Kommunikationen. Es lohnt sich.

Das kommende Gesetz sieht nämlich erhöhte Anforderungen an Datenadministration, Kontrolle und Wahrung von Persönlichkeitsrechten vor. Einerseits ist die Idee das neue Datenschutzgesetz mit den EU Richtlinien zu harmonisieren, andererseits will man die Verwendung und Aggregation von Personendaten für die Zukunft regeln bzw. massiv einschränken.

Zusätzliche Themen behandeln speziell die Weitergabe von Personendaten ins Ausland. Für die Kundendaten heisst das ab dann neue Prozesse für eine Generierung eines OPT-IN (vermutlich pro Kommunikationskanal), Anpassung von Kampagnen, neue Datenbearbeitungsaufträge mit Dienstleisten pro Auftrag, neue Aufgaben für den Datenschutzbeauftragten und neue Strafen bei Zuwiderhandlungen.

All das wird die Generierung und Speicherung von Daten zukünftig erschweren. Wer mehr dazu wissen möchte kann gerne auf uns zukommen.

Mehr Infos geben auch die Stellungnahmen der Verbände, hier schön das Vorgehen vom Schweizer Dialogmarketing-Verbandes mit seiner aktiven Information zum Thema unter folgendem Link.

Snapchat

Die sozialen Medien durchlaufen tagtäglich aufs Neue einen Wandel. Dabei ist der Kampf um die Gunst der User hart. Immer etwas Neues, etwas Ausgefallenes, etwas Einmaliges, etwas Besseres muss lanciert werden- man will ja schliesslich die Community nicht langweilen. Dies hat letztens Snapchat, eine kostenlose Instant-Direct-Messaging App,  deutlich von der Konkurrenz (Facebook Stories, Instagram Stories) zu spüren bekommen.


Der Geist, welcher das Logo bei Snapchat ist, steht für die Verflüchtigung und für das Verblassen. Auf diesem Prinzip ist diese Applikation auch aufgebaut. Bilder und Videos mit einer maximalen Laufzeit von 10 Sekunden, “zerstören” sich danach. Den empfangenen Inhalt kann man sich wiederholt (funktioniert nur einmal) anschauen oder ein Screenshot davon machen – der Versender wird jedoch davon benachrichtigt. Wenn man einen Chat verlässt und wieder zurückkehrt, dann erwartet einen nur noch ein weisser, blanker Hintergrund.
Der User hat auch die Option seine eigene “Story” zusammenstellen. Dort sind die geposteten Medien für 24 Stunden sichtbar und danach verschwinden sie.
Die Firma Snapchat hat den Spassfaktor der Anwendung erhöht, in dem sie weitere Features eingeführt haben: Farbfilter, Geofilter (GPS Signal notwendig), Maskenfilter (dank Gesichtserkennung).

Die Benutzung und das Herunterladen von Snapchat ist kostenlos, jedoch können Firmen oder Marken ein Werbepaket für bestimmte Anlässe kaufen. Beispielsweise hat sich Gatorade eine  animierte Linse an der Superbowl im Jahre 2016 gesichert. Zu sehen ist, wie die Gatorade Flüssigkeit über den Kopf des Users geleert wird (man kann darüber sinnieren, ob dies ästehtisch ist oder nicht…)
Die Linse wurde über 165 Mio. Mal angeschaut/benutzt. Diese Reichweite auf Snapchat hatte auch seinen Preis, gemäss durchgesickerten Dokumenten, hat diese Art von Werbeplatzierung Gatorade rund 500’000 US-Dollar pro Tag gekostet. Gatorade Linse: siehe hier!
Kundendefinierte Linsen sind eine von vielen Snapchat Werbemöglichkeiten, unter anderem werden auch gesponserte Geofilter, Videowerbung, Live Stories und natürlich der Discover Channel, aktiv gebucht.

Coachella Festival Geofilter

Einige Firmen benutzen Snapchat bereits als alternatives Marketing Tool. Sie können Live Videos ausstrahlen, Tutorials und Magazine nach ihrem Gusto gestalten und präsentieren. Die Aufmachung von diesen Medien ist oftmals ein richtiger Blickfang. Im Gegensatz zum Inhalt einer Facebook Seite, welcher oft “clean” wirkt, bietet Snapchat den Unternehmen die Möglichkeit Einblicke in ihren Alltag zu geben und sich somit kundennah zu zeigen. Diese Art von roher Kommunikation wirkt sehr authentisch und dank den Snapchat Einstellungen, kann jeder User selbst entscheiden, ob er die “Story” anschauen möchte oder nicht. Die Aufdringlichkeit fällt damit auch weg.
Also überlegt ihr noch, oder snapt ihr schon?

Anh Nguyen

To be or not to be: Instagram

Die Social Media Marketing Landschaft ist vielfältig und eröffnet Firmen neue Möglichkeiten, sich online neu zu positionieren oder gar ihre Stellung zu festigen. Um dies umzusetzen, kann man auf mehrere “Tools” zurückgreifen. Ein Stichwort: Influencer Marketing.
Der schnellste und direkteste Weg vieler einflussreichen Online Persönlichkeiten spielt sich auf Instagram ab. Sie müssen keine langen Texte verfassen, können Emotionen in ein Bild packen und last but not least: sich selbst oder ihr Hobby perfekt in Szene setzen. Und sie können ca 600 Mio. aktive Instagram User (Stand Dezember 2016), und 150 Mio. täglich aktive User (Stand Januar 2017) erreichen.
Die Unternehmen sind kontinuierlich auf der Suche nach neuen Influencern, welche eine grosse Reichweite der gewünschten Zielgruppe generieren können, damit diese ihre Produkte dementsprechend promoten. Sei es vergütet in finanzieller Form oder Auslieferung der Produkte. Und dank den Hashtags (#), kann jede Branche sich Influencer aus dem Pool von Instagram Usern, gezielt herauspicken.

Influencer, welche sich in diesem Bereich bereits etabliert haben und eine grosse Anzahl von Followern um sich geschart haben, kommen bei Kooperationen oft zum Zug. Dass sich solche Kampagnen für die verpflichtenden Influencer oft lukrativ ausfallen, sehen wir an dem Beispiel des Bloggerduo Jack Morris (@doyoutravel) und Freundin Lauren Bullen (@gypsealust), welche gemeinsam eine Anzahl von 3 Mio. Followern ausweisen können. Unternehmen, Reiseagenturen, grosse (Luxus) Marken wünschen sich alle eine Produktplatzierung seitens des Paares. Das Honorar fällt dementsprechend aus; die beiden nehmen keine Aufträge unter 3’ooo US-Dollar an.

@doyoutravel
@gypsea_lust

Hand aufs Herz: zu solch einem Leben, würden viele nicht nein sagen, oder? Die Rede hierbei handelt sich weniger um die zwei Reisenden oben, sondern im Generellen über die Möglichkeit Geld mit seiner Leidenschaft zu verdienen.

Doch wie fischt man sich einen solchen Deal? Das Nonplusultra Kriterium vieler Unternehmen: die Anzahl der Abonnenten. Oftmals versäumen es die Marketing Verantwortlichen einen genaueren Blick auf ihre gewünschten Kooperationspartner zu werfen. Doch es lohnt sich: denn hier beginnen die meisten Influencer zu tricksen. Mit einigen Klicks und ab 10 Dollar werden 1’000 generierte Fake Follower geliefert. Ausser Acht gelassen, dass sie damit die Anzahl der Gefällt-mir-Angaben ihres Contents verwässern. Diese Zahlen stimmen nicht mit der Anzahl Follower überein und dank Tools wie Socialblade, DemographicsPro, Squarelovin, etc. können die Unternehmen viele Informationen von einem Account herauslesen und auswerten.

socialblade.com

Die Aktivität des Instagram Users, seine gewonnenen sowohl als auch verlorenen Follower, Reaktionen auf Posts können mit diesen Tools ausgewertet werden. Selbst die Demographie der Follower kann aufgezeigt werden, interessant, wenn die Unternehmen ihre Produkte nur in bestimmten Regionen pushen möchten.
Spätestens dann, fliegt das Spiel mit den gekauften Followern auf und man wird aus der Kooperationsliste gekippt. Wie sagt man so schön: Ehrlichkeit währt am längsten. Selbst online.

Anh Nguyen