Warum gibt es immer noch Email-Newsletter mit No-Reply Option

Möchten Sie nicht manchmal einfach auf ein eingehendes Email antworten, wie sie es gewohnt sind?

Leider habe immer noch einige Firmen nicht verstanden, dass man im Kundendialog per Mail oder Email setzt, weil man Response erwartet.

Email mit Noreply Beispiel Maserati

Einer meiner Lehrmeister in Sachen Dialog – Herr Walter Schmid – hat mal erklärt, auch negativer Response ist dabei durchaus erwünscht, denn wir möchten Reaktionen, um darauf reagieren zu können. In unserem obigen Beispiel wird sogar der Newsletter explizit mit einer No-Replay Email versendet bzw. wird dem Empfänger das auch noch angezeigt.

Bei einem Luxusgut z.B. der obigen Marke sehe ich das noch kritischer. Wenn ich nur knapp 1’000 Autos im Jahr in der Schweiz verkaufe, warum nehme ich mir dann nicht die Mühe und baue alle Hürden ab, damit der Empfänger schnell und einfach reagieren kann. Ich freue mich übrigens immer wieder über News von Maserati, auch wenn ich keinen (mehr) besitze.

Manchmal habe ich das Gefühl man nimmt mich als Kunde gar nicht wahr. Eurer ML

Das Problem mit der Betreffzeile – oder warum Botschaften nicht ankommen

Wer Emails oder Emailnewsletter als Kanal verwendet, um Angebote oder Informationen an eine Zielkundschaft zu senden, sah sich früher nur einer Schwierigkeit gegenüber. Wie schaffe ich es, dass der Empfänger meine Botschaft öffnet und danach möglichst das tut, was ich ihm vorschlage?

Da findet sich im Internet eine ganze Tipp-Landschaft, wie man das noch besser schaffen kann. Beispielhaft ein Link zu einem Artikel .

SubjectLine

Nun ist es aber heute so, dass diese Tips nicht immer berücksichtigt werden und in letzter Zeit wieder viele Betreffzeilen eher werblich gebildet werden, ohne No-Goes zu berücksichtigen. In unserem Beispiel ist das Delikt Prozentzahlen (mit Rabatt) zu verwenden. Das suggeriert den Mailservern billig, cheap spam…also wenig Relevanz.
Da fragt man sich schon, warum hier nicht vor dem Versand getestet wird, was ankommt und was nicht. Klassisch hilft da sicherlich ein A/B-Test. Also testen nicht vergessen.

Neu kommt ein weiteres Phänomen, was es zu berücksichtigen gilt. Die Email-Provider. Wer heute bei Gmail, Web.de, Bluewin.ch oder Outlook.com einen Emailadresse hat, der bekommt manchmal gewisse Emails verspätet oder im Spam-Ordner.

Wenn unsere Betreffzeilen also nicht immer im Einklang stehen mit den Einstellungen der Mailserver der Empfänger kann es passieren, das diese Dienstleister die eingehenden Emails filtern z.B. nach Relevanz und, dann schnell unsere Nachrichten in den Spam-Ordner der Empfänger schieben. Erste Stufe für eine solche Relevanzerkennung der Provider ist die Betreffzeile.

Die neue Messgrösse im Emailmarketing heisst hier Inbox placement rate (IPR): Sie misst die Anzahl Emails, die wirklich in der Inbox des Empfängers ankommen. Und Achtung, die Rate ist mindestens 10 % tiefer als ihre Zustellrate, die sie von Ihren Emailprogrammen oder Marketingdienstleistern reported bekommen. Im Jahr 2013 lag diese IPR weltweit bei maximal 83 %, Tendenz fallend.

Also es lohnt sich die Betreffzeilen zukünftig immer wieder anzuschauen und zu testen. Martin von touchpoints.

Ausge-snappt?

Ausge-snappt?

Vor einiger Zeit haben wir darüber geredet, wie der Ringkampf zwischen Instagram und Snapchat wohl ausgehen wird. (Artikel hier)
Nun hat Instagram wohl den Ring als Sieger verlassen. Updates auf Updates sind in den letzten Monaten gefolgt. Natürlich kann man sich darüber streiten, dass Instagram die Story Funktion einfach von Snapchat 1:1 übernommen hatte. Dazu kann man nur sagen, dass Zuckerberg seine Hausaufgaben ordentlich gemacht hatte – Spiegel hat dabei das Nachsehen.
Gemäss dem Motto, wenn man schon kopiert- dann besser. Man kann dies als Angriff gegen Snapchat sehen, weil Facebook Snapchat nicht aufkaufen konnte – oder schlichtwegs als Upgrade ansehen. Wer im Social Media mithalten will, der muss nun mal auf neue Trends reagieren. Dabei war die Aufregung und Skepsis- ja gar Empörung (!) gross gewesen, als Instagram die Kernfunktion von Snapchat, auf Instagram eingebaut und releast hatte.
Anfänglich konnte E.Spiegel sich zurücklehnen, da in der Instagram Story viele Funktionen wie Geotagging, Gesichtsfilter, Gruppenstories gefehlt hatten. Doch Instagram hat kräftig aufgerüstet und auch dieses Manko beseitigt. Ein weiteres Plus ist sicher die “Hashtag Story Funktion”, mit der man andere Inhalte mit demselben Hashtag in einem Pool vorfinden kann.

source: https://hypebeast.com
source: https://hypebeast.com

Selbst bei den Userzahlen kann Snapchat nur noch zusehen, wie Instagram ihnen diese laufend abwirbt. Auch im B2B Business, wenn es um die “Brand Adoption” geht, bietet Instagram die attraktiveren Bedingungen.
In den Insta Stories lassen sich Webshops/Websiten verlinken. Vorläufig ist diese Funktionen nur verifizierten Accounts vorbehalten. Für die Verifikation muss man eine grosse Anzahl von Abonnenten vorweisen und die Gefahr laufen, kopiert zu werden.
Eine weitere Funktion ermöglicht es den Usern, gewünschte Produkte direkt aus einer Stories zu kaufen, ohne dass sie die App dabei verlassen müssen. Für Brands war es noch nie einfacher gewesen Lifestyle Produkte kostengünstig und gezielt zu platzieren und diese anschliessend auch abzusetzen. Auch der Aufwand für potentielle Kunden hat sich dadurch verringert. Aufgrund von diesem Feature setzen die vielen Influencer mittlerweile vermehrt auf das Instagram Story Posting. Snapchat wird in dieser Hinsicht mehr und mehr vernachlässigt.
Man könnte sagen, das Ende von Snapchat ist eingeläutet worden- doch vielleicht releast das Snapchat Team etwas Innovatives und belebt den Wettbewerb nach kreativen Updates der Funktionen wieder.
Es bleibt also Spannend in diesem Wettkampf!

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