Macht die Werbung auf Search und Local noch Sinn?

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Die Situation der Suchmaschinenbetreiber in der Schweiz hat sich mal wieder ein wenig verändert.

Während Google auf über 95 % wächst (Statista 1.2020) machen die anderen Suchmaschinenanbieter nur noch 5 % vom Traffic, wobei davon Bing /Microsoft schon 2.5 % Anteil hat. Jetzt muss man sich fragen, wass sind die Ursachen und was heisst das für Werbetreibende.

Die Ursachen für die Dominanz von Google liegen sicherlich in dem Bekanntheitsgrad und der Verbreitung der Google Suche auf Android Phones & Tablets (Auf diesen ist die Suche bei Google in der CH voreingestellt). Natürlich erhält der Suchende hier auch die Ergebnisse, die man sucht. Andere Suchmaschinen haben längst nicht ein solche Vielfalt oder spielen diese nicht aus. Verzeichnisanbieter und sie alte Dominanz Search.ch spielen immer weniger eine Rolle.

Was ist aber mit Search und Local?

Search.ch war früher Suchmaschine und Verzeichnisdienst, Local eigentlich ein Verzeichnisdienst für Telefonbucheinträge. Beide Dienste gehören heute einem Besitzer. Wenn man heute eine klassische Suche ausführt in Google und nach Produkt und Ort sucht, wie z.B. “Schuhe Bülach” bekommt folgende Information von Google:

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In den meisten Fällen schaffen es Search und Local noch im unteren Bereich der Suchergebnisse zu erscheinen. Wenn ich aber dort nur weitere Ergbisse aus meinem Verzeichnis auflisten kann wird der suchende Kunde dort nicht oder nur wenig klicken. Das liegt an dem oberen Ergebnisfeld von Google, dass mir schon mögliche Geschäfte anzeigt. Der suchende Kunde wird mit zielmlicher Sicherheit auf einen der oberen Standorteinträge klicken. Wenn er nur dort anrufen möchte sieht er sofort die telefonnummer.
Es gibt also eigentlich keinen Grund noch auf die Verzeichniseinträge von Search und Local zu klicken..

Was heisst das aber jetzt für die Werbetreibenden und Verzeichnisanbieter?

Der Konsument möchte schnelle Informationen und nimmt schliesslich den Anbieter, der gute Ergebnisse liefert. Das erklärt wahrscheinlich die Übermacht von Google, un deren Benutzerfreundlichkeit. Mir dem Entscheid von Search als Suchmaschine auf die Inhalte von Google zu setzen, hat man hier viele Möglichkeiten verloren, den suchenden Kunden zu lenken. Local ist da in einer noch schlechteren Position, denn im Verzeichnis (wie auch in Search) sind ja heute nur noch rund 50 % der 3.8 Mio HH in der Schweiz überhaupt eingetragen. Telefonbucheintrag ade.

Search und Local laufen mit ihren Verzeichnseinträgen also hinterher und warum soll ich als Firma für diese Verzeichnisse Geld ausgeben, wenn der Kunde mch hinterher über Google findet. Wir können nur jedem raten hier mal über die Bücher zu gehen. Wer zukünftig gefunden werden will schafft das nicht über die alten Anbieter. So oder so kommen wir heute an Google nicht mehr vorbei. Es gilt dort richtig auffindbar zu sein, wo meine Kunden suchen. Haben Sie schon Ihre Standorte in Google optimiert?

7 E-Mail Trends für 2020

  1. Personalisierung & Segmentierung
    Newsletter werden dank Software persönlicher und auf den Kunden zugeschnitten. Es gibt mehr Segmentierung dank Klick- und Kaufdaten (basierend auf Aktivitäten der Empfänger) . durch den Einsatz von BI Technologie Modellen z.B. Wahrscheinlichkeiten für eine Kauf.

  2. Zustellbarkeit sichern und erhöhen
    Das Monitoring der Versandmengen & Aktivitätsraten wird zum Schlüssel. Nur E-Mails, die in der Inbox des Konsumenten landen, bringen Erfolg. Inaktive Accounts oder Nichtöffner müssen über Zeit entweder reaktiviert (Kampagnen) oder vor Massenversänden als Negativliste Berücksichtigung finden.

  3. Maschine Learning hilft den richtigen Zeitpunkt für die Versandzeit eines E-Mails zu ermitteln. Da ist ein Faktor sicherlich ob der Empfänger mit seiner privaten E-Mail-Adresse angesprochen wird oder mit der Firmen-E-Mail.

  4. Das Design muss dem Kunden gefallen, was zu einer Verwendung von immer mehr Bild und Video Elementen führt.

  5. Mobile First ist der Grundsatz, um auf allen Devices ein gutes Nutzererlebnis zu erhalten. Immer mehr Nutzer verwenden Mobile oder Tablet. Responsive Templates sind da ein Muss.

  6. Datenschutz steht jetzt noch mehr im Raum aufkommen. Es fragt sich, wie Versendertools zukünftig mit OPT-Ins umgehen werden. Technologien wie DOICHAIN (Blockchain-DOI-Verfahren) helfen hier sicherlich Vertrauen aufbauen und Missbrauch zu verhindern.

  7. Team und Tools wachsen zusammen und das heisst Arbeitsabläufe wachsen zusammen. Das Problem zwischen Grafikprogrammen für die Kreation und HTML-Code ist aber nur über Umwege gelöst. Hier besteht noch Nachholbedarf in der Branche.
Instagram Story

Instagram Story

Offensichtlich liebt unsere Gesellschaft gute Wettkämpfe.
Muhammad Ali vs. George Foreman (“Rumble in the jungle”), FC Barcelona vs. Real Madrid (el clasico) oder seit Neuestem aus dem Silicon Valley; Instagram vs. Snapchat.
Explizit: es geht um die “Story” Funktion in den jeweiligen Diensten. Der Nutzer kann seinen eigenen Channel mit neuen Inhalten befüllen, welche 24 Stunden für alle zugänglich sind und anschliessend verschwinden. Der Story Kanal kann auf vielfältige Weise genutzt werden: visuelles Tagebuch, Making of, Product Placements, Promotion, etc.

@touchpoints_ch

Snapchat war lange Zeit der ungeschlagene Champion im Story-Ring. Jedoch stieg 2016 Instagram in den Kampf ein. Die Lancierung der Story Funktion in der Instagram App hat die Social Media Umgebung in Wallung gebracht.
Es geht nicht darum, welches die bessere App ist. Instagram mit Snapchat zu vergleichen, ist wie der Vergleich zwischen Äpfel und Birnen. Sie haben beide verschiedene Features in der Story Funktion. Und die Zielgruppen beider Apps, könnten nicht verschiedener sein.

Wie können Unternehmen die Story Funktion auf Instagram zu ihrem eigenen Vorteil nutzen? Als Erstes wandelt man das reguläre Profil in eine Unternehmensseite um. Danach kann man eigens auf seine Instagram Statistiken zurückgreifen (natürlich gibt es genauere Monitoring Tools) und so laufend sein Posting darauf abstimmen.
Instagram wird im Business Bereich sehr produktbezogen angewendet. Der Feed ist gefüllt mit ansprechendem, visuellem Inhalt – alles mit dem Zweck, dass die User ein Begehren für die Produkte des Unternehmens entwickeln und diese danach erwerben. Somit ist eine neue Werbeplattform entstanden. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Dank Geotags, Stickern und Stiften, kann die Story dementsprechend geschmückt werden.

Instagram Story von @freepeople

Instagram Feed von @freepeople

Die “Story” soll als Ergänzung zum Feed verwendet werden. Eine Strategie muss also entwickelt werden: wie und was sollte in dieser 24-stündigen Slideshow gepostet werden. Ist der Inhalt relevant, informativ und ruft die Follower zu Interaktionen auf? Das Engagement von Usern (=potentielle Kunden) kann miteinbezogen werden. Schlussendlich geht es darum mit den Abonennten zu kommunizieren und dies geschieht am besten auf der gleichen Ebene.
Seit neuestem kann man auch andere User/Profile in den Stories erwähnen (sprich “taggen”) und gelangt somit auch auf die erwähnten Profile – ein interessanter Aspekt beim Influencer Marketing.
Eines der Stichworte, welches ganz gross geschrieben werden sollte ist sicherlich: Regelmässigkeit. Ja Regelmässigkeit, nicht Übermässigkeit. Man will die User schliesslich nicht aufgrund einer Reizüberflutung verlieren. Vor allem, wenn die Story Inhalte nicht mit dem Bilder Feed oder dem Brand übereinstimmen.
Dank weiteren Funktionen wie “Boomerang” (Erstellung von eigenen .gifs) und “Hyperlapse” (Zeitraffervideo), kann man etwas Schwung und Abwechslung in seine Stories einbringen.

Instagram, Hyperlapse, Boomerang, Layout

 Mit dieser Funktion hat Instagram den Firmen somit ein weiteres, solides Marketing Werkzeug geliefert. Aktuell sorgt nur die genaue Messung der Stories noch für Schwierigkeiten, doch auch dies wird sicherlich bald erfasst werden können und somit analysierbar sein.

-Anh Nguyen

Wir sind täglich mehr als 3000 Werbebotschaften ausgesetzt…

Folgendes Foto habe wir heute auf einem Webinar bei Marketo zu Gesicht bekommen und es hat direkt ein Schmunzeln ausgelöst. Die Frage, die sich uns allen stellt ist, was von diesem Bild bleibt in unseren Köpfen und wann werden wir eines der Angebote zukünftig nutzen?
Wir können das nicht genau quantifizieren, aber es zeigt, dass Werbung nicht immer zum richtigen Zeitpunkt geschaltet wird und uns damit leider nicht erreicht. Werbung soll Vertrauen schaffen für die Marke, soll den Wunsch wecken gerade dieses Produkte/diese Dienstleistung brauche ich, soll uns zum Kaufen anregen. Nur was hier gezeigt wird ist der Alptraum, wenn alle Marketeers in die Register greifen und meinen, man müsste immer noch lauter und bunter werben. Über kurz oder lang wird eine solche Strassenwerbung verboten, als verkehrsgefährdend wie in Europa fast schon üblich. Das Marketeers dann auf andere Kanäle zugreifen und hier vor allem auf das Mobilephone des Konsumenten, ist verständlich, aber zu kurz gedacht. Die Zukunft liegt wohl eher in einer Strategie aus Push and Pull. Versuchen herauszufinden, was der Konsument möchte und dann dementsprechend Angebote machen. “Listening and Marketing” ist die zukünftige Vorgehensweise für eine nachhaltige Kundenbegeisterung und damit Kundenbindung. Nicht vergessen, der Kunde sucht sich heutzutage immer mehr die Lieferanten seiner Wahl…ML

Loyalty Marketing a la Adobe Digital – haben die eine Lösung?

Freundliche Einladung einer Firma Adobe Digital zum Thema Loyalty Marketing, “…so funktioniert es” mit der Bitte doch eine Studie herunterzuladen.

Jetzt stören mich dabei einfach 2 Sachen, die manchmal doch so wichtig sind. Der Absender. Ich habe mal im Direct bzw. Dialog Marketing erfahren, jede Botschaft braucht einen Absender, möglichst aus Fleich und Blut, damit man mit einer Person interagieren kann. Hier fehlt Adobe scheinbar eine oder die verantwortliche Person.

Wenn ich ganz unten weiterlese erfahre ich auch, dass die Email scheinbar aus Ireland kommt. Schön, zu wissen.

Ich bekomme immer mehr Newsletter, die so unpersönlich sind, dass ich nicht weiterlese…, schasde Chance vertan.

Wenn ich dann nach allen Bildern auch noch die Anrede sehe, frage ich mich, warum können Sie meinen Nachnamen, den Sie kennen nicht Gross-Klein umsetzen. Naja, kann natürlich sein, dass sie wissen, dass ich immer nur Kleinbuchstaben verwende, was ja zu Zeiten vom Bauhaus in Deutschland ja gang und gebe war…

Als neugieriger Mensch klicke ich weiter und komme auf die folgende Page (Achtung, jetzt werden die Marketingmanager(-innen) schon nervös wegen der Klickrate, die die Kampagne erzeugt.

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Jetzt befinde ich mich in der Adobe Marketing Cloud. Schön zu wissen. jetzt muss ich einige Felder ergänzen, um an die Studie zu gelangen. Gut sage ich mir, aber keines der Felder wird scheinbar geprüft?

Naja, kochen halt auch nur mit Wasser. Wer die Studie liest wird feststellen, die Ergebnisse sind wenig nachvollziehbar, es fehlt an Budgets, Kampagnetypen, wirklichen Respondern, abgesprungenen Kunden, Kunden die inaktiv wurden.

Ich frage mich, wenn man in Märkten mit wenigen Kunden arbeitet, wie viele Kunden kann ich durch dieses Giesskannen-Marketing vergraulen?

Die Studie habe ich angefügt, wer Sie lesen möchte, ohne sich zu registrieren. Hier ist der Link

Freundlichst Ihr Martin Lange

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